Wie Sie die Wasserqualität in kleinen Aquarien stabil halten

Wasserqualität in kleinen Aquarien ist wichtigDas Faible vieler begeisterter Aquarianer für die kleinen Nanoaquarien mit 10 bis 40 Liter Fassungsvermögen ist ungebrochen. Vermutlich liegt dies daran, dass sich die kleinen Aquarien spielend einfach in jede erdenkliche Nische innerhalb der eigenen vier Wände platzieren lässt. Auch die Tatsache, ein Stück Natur in Miniatur-Form zu erschaffen, hat zweifelsohne ihren Reiz.

 

Doch ein zentrales Problem hat die Nanoaquaristik, welche sie gerade für Einsteiger so schwer und fordernd macht: Durch die geringen Fassungsvolumina sind die Wasserwerte durch kleinste Additive (wie etwa leicht verunreinigte Hände oder Gegenstände beim Säubern des Beckens) bereits aus der Bahn zu bringen. Der Grund hierfür ist chemisch/physikalischer Natur.

 

Denn es gilt: Je kleiner der Wasserkörper ist, desto größer ist der gleichgewichtsstörende Einfluss externer Substanzen, die dem Aquarium hinzugefügt werden. Darüber hinaus können biochemische Stoffwechselprodukte weniger gut über Mikroorganismen recycelt und unschädlich gemacht werden. Des Weiteren ist auch die Pufferkapazität des Aquarienwassers durch ein geringes Volumen verringert.

 

Wasserkontrollen müssen bei kleinen Aquarien häufiger erfolgen

 

All diese Effekte tragen also dazu bei, dass die Schwankungen der Wasserwerte bezüglich sämtlicher Variablen (Nitrit-, Nitrat-, Ammoniakwerte sowie Sauerstoff und Kohlenstoffdioxidgehalt im Wesentlichen) bein Nanoaquarien deutlich stärker ausfallen, als dies bei 100 oder gar 200 Liter Becken der Fall wäre. Übrigens finden Sie weitere Nano Aquarium Tipps hier.
Folglich reicht es bei den kleinen Nanoaquarien nicht, nur alle zwei bis vier Wochen die wichtigsten Wasserwerte auf ihre Qualität hin zu überprüfen. Denn auch wenn das Becken bereits über mehrere Wochen hin sorgfältig eingefahren wurde, können die Werte sehr schnell kippen. Praktischerweise verwenden Sie hierzu Teststreifen, wie in diesem Video gezeigt wird:

Experten raten deshalb, möglichst wöchentlich die Wasserwerte in kleinen Aquarien zu überprüfen.
Damit dennoch eine gewisse Beständigkeit Einzug erhält in die heimische Miniatur-Aquarisitik, haben wir für Sie hier nun ein paar nützliche Tipps aus der Praxis, um mit starken Schwankungen der Wasserqualität und den unangenehmen Folgen wie Algenbildung und Fischsterben ein für alle mal auzuräumen.

 

Wasserwechsel regelmäßig und richtig durchführen

 

Der Wasserkörper eines Aquariums muss partiell in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden, um nicht eine Ansammlung an nicht mehr zu verstoffwechselnden Abfallstoffe und die damit einhergehende toxische Belastung des Aquariums zu riskieren. Bei Nanoaquarien sollte das Wasser zu 50 Prozent alle sieben bis zehn Tage ausgetauscht werden. Der Vorteil dieser kleinen Aquarien besteht darin, dass diese Prozedur nur wenige Minuten kostet.

 

Algen- und Schneckenaufkommen minimieren

 

Algen und Schnecken belasten auf ganz unterschiedliche Weise das Wasser. Während die Algen gerade nachts wahre Unmengen an Sauerstoff veratmen, fördern Schnecken durch ihre Ausscheidungen ähnlich wie Fische die Nitrifizierung des Wassers – mit verheerenden Folgen. Sorgen Sie durch regelmäßige, manuelle Maßnahmen deswegen dafür, dass keine dieser beiden Lebewesen die Überhand in Ihrem Becken gewinnt. Eine kluge Auswahl des Aquarienstandortes helfen zusätzlich dabei, das Algenwachstum zu minimieren. Und wenn Sie bei neuen Wasserpflanzen ein Auge auf die Wasserschnecken werfen, können Sie Ihre Aquarium auch ganz einfach frei von diesen kleinen Plagegeistern halten.

 

Überbesatz vermeiden

 

Fische sind nicht nur aus optischer Sicht ein wahres Highlight in den meisten kleinen wie großen Aquarien. Sie tragen zudem ganz wesentlich zum Stoffwechselkreislauf in einem Mikrosystem – wie es das Aquarium darstellt – bei. Fall nun aber dauerhaft zu viele Fische im eng bemessen Raum miteinander auskommen müssen, hat dies neben etwaigen Rangeleien unter den Fischen auch aus chemischer Sicht verheerende Folgen: Zum einen nimmt der Kohlenstoffdioxid-Gehalt über Gebühr zu, zum anderen steigen durch die tierischen Ausscheidungen die Nitrit- und Nitratwerte recht schnell in die Höhe. Verzichten Sie daher auf unnötig viel Besatz – auch wenn er vielleicht optisch ganz ansprechend aussieht.

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